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| (Ho) Jüngst wurde die Studie „Wohntrends 2020“ vom Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) in Berlin vorgestellt. Dafür wurden 21.500 Haushalte in ganz Deutschland zu ihren Wohnwünschen befragt. Die Studie ist aufschlussreich, gibt sie doch eine Orientierung über den künftig gewünschten Zuschnitt sowie über die Lage und Ausstattung von Immobilien am Wohnungsmarkt. Dabei gilt: Wichtige Nachfragefaktoren nach der von GdW veröffentlichten Studie sind:
Sowohl jüngere Senioren als auch Familien wünschen sich eine Wohnung vor allem am Rand der Innenstädte oder in ruhigen Stadtteilen.
Gut jeder Zweite der Befragten kann sich vorstellen, in ein Einfamilienhaus zu ziehen, woraus der Schluss zu ziehen ist, solche Immobilien auch verstärkt zur Miete anzubieten. Sogar das Einfamilienhaus für Singles spielt eine Rolle, wie die Befragung ergab. Denn nur noch in 30 % aller deutschen Haushalte leben heute Familien mit Kindern. Junge Leute bevorzugen zudem wieder Altbauten aus der Gründerzeit. Maßgeblich ist die komfortable Ausstattung der Bäder. Die Waschmaschine soll am besten in einem separaten Raum stehen. Was ganz wichtig ist: Für die Wohnungswirtschaft und die Stadtplanung wird es aufgrund der erarbeiteten Studie möglich, Angebote zu schaffen, die sowohl die individuellen Anforderungen als auch die Zahlungsbereitschaft berücksichtigen. Bei der Befragung wurden bei den Haushalten 6 gewünschte Wohnkonzepte oder Wohntypen ermittelt. Am bedeutesten in Deutschland ist heute noch die „solide-bescheidene“ Wohnung. Ihr sind immerhin 25 % der Haushalte zuzurechnen mit überwiegend älteren Bewohnern und einer geringeren Kaufkraft. Diese Gruppe wird aber in Zukunft deutlich kleiner werden. Zunehmen werden dagegen die Haushalte mit einem „kommunikativ-dynamischen“ oder einem „anspruchsvollen“ Wohnkonzept, aber auch die Haushalte, die ein „einfach-funktionales“ Wohnkonzept verfolgen. Das Wohnen wird also vielfältiger und individuell. Schon für die nahe Zukunft zeichnet sich ab, dass die Wohnungsnachfrage der Senioren vielfältiger werden wird, das eigentliche „Seniorenwohnen“ wird es aber nicht mehr geben. Elektronische Systeme zur Betreuung und zur Gesundheitsvorsorge und Überwachung gewinnen an Bedeutung, ebenso zur Kommunikation. Seniorenhaushalte verlangen nach mehr Kommunikation und sie werden anspruchsvoller. Auf „entspannteren Märkten“ wird zudem der energetische Standard der Wohnung zu einer erstrangigen Grundlage der Vermietung. Sicherheitsmaßnahmen im Wohnbereich gewinnen zunehmend an Bedeutung. Und die Anforderungen an die multimediale Ausstattung werden über den Breitbandanschluss hinaus steigen. Es bleibt die Frage: Doch Gott sei Dank: Die Vorderaussicht auf das Meer und die Hinteraussicht auf die Alpen wird als Wohnwunsch durch die Studie weder belegt noch angesprochen. © Dr. Hans Reinold Horst
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