Home > Archiv > Themen 2008 > Wohngelderhöhung um 60 Prozent
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| (Ho) Nach einem jahrelang steilen Anstieg der Wohnnebenkosten insbesondere in den Bereichen „Heizung und Warmwasser“ können Geringverdiener und Pensionäre mit geringen Einkünften Anfang 2009 auf eine Entlastung bei den Wohnkosten hoffen. Dann soll das Wohngeld erstmals seit 2001 wieder steigen – und zwar um 60 Prozent. Der Bundestag billigte die von der Bundesregierung beschlossene Aufstockung von durchschnittlich 90 auf 142 Euro monatlich. Erstmals soll künftig auch ein Teil der Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt werden. Nun kommt es im Bundesrat noch auf die Bundesländer an, die sich die 520 Millionen Euro Zusatzkosten zur Hälfte mit dem Bund teilen. Dort wurde aber bereits Zustimmung signalisiert. Die geplante Erhöhung setzt sich aus mehreren Veränderungen zusammen. Generell um 8 Prozent werden die Beträge nach der Wohngeld-Tabelle angehoben. Ferner werden 10 Prozent höhere Mietkosten als bisher für die Wohngeldberechtigung zugelassen. Die Heizkosten werden künftig mit 50 Cent pro Quadratmeter bei der Berechnung nur teilweise berücksichtigt. Dafür wird ein Drittel der Mittel eingesetzt. Damit soll ein latenter Anreiz zum Energiesparen gegeben werden. Auch spielen verschiedene Baualtersklassen von Gebäuden für die Wohngeldberechnung von 2009 an keine Rolle mehr. Dies wird das Wohngeld für Empfänger in vor 1992 fertig gestellten Wohnungen erhöhen. Vermieter können ihre Mieter anlassbezogen auf diese Neuerungen hinweisen. © Dr. Hans Reinold Horst
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