Home > Archiv > Themen 2008 > Strompreiserhöhung – Anbieterwechsel
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(Ho) Wieder droht eine neue Preisrunde beim Strom: Nach dem Aufschlag von E.on und RWE folgten viele kleinere Stromanbieter nach und kündigten Preiserhöhungen ab Januar 2008 um bis zu 9,9 % an. Das Bundeskartellamt will diese Strompreiserhöhungen unter die Lupe nehmen. Dem Vernehmen nach sei noch kein Missbrauchsverfahren eingeleitet, doch sei dies in nächster Zeit sehr wahrscheinlich, wie Silke Kaul, Sprecherin von Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer mitteilte. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) verwies auf die geplante Verschärfung des Kartellrechts. Geht diese Novelle durch, dann müssen die Konzerne dem Kartellamt beweisen, dass ihre Preisbildung nicht missbräuchlich ist. Bisher ist das noch umgekehrt. Aus dem Lager der Stromanbieter hagelt es dagegen Schelte gegen den Staat. Seit 1998 hätten sich die Lasten für Konzessionsabgaben, Stromsteuer und Mehrwertsteuer um rund 93 % erhöht. Nach Informationen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) habe nahezu jeder zweite Haushalt inzwischen seinen Stromtarif gewechselt. Dabei werden allerdings auch Verbraucher mitgezählt, die zwischen den verschiedenen Gebührenmodellen des gleichen Anbieters wechseln. Nach Auskunft der Bundesnetzagentur haben im vergangenen Jahr rund 600.000 Haushalte einen neuen Anbieter gewählt. In diesem Jahr liegt die Zahl der Wechsler im ersten Halbjahr bereits bei 500.000 Haushalten. Stromanbieterwechsel – ein interessanter Gedanke. Was passiert aber, wenn wie aktuell nicht nur die großen Stromanbieter im Vertrauen auf die eigene Marktmacht, sondern in deren Kielwasser gleich bis zu 300 kleinere Anbieter gemeinsam die Preise erhöhen? Haus & Grund Niedersachsen
fordert ein beherztes Eingreifen von © Dr. Hans Reinold Horst
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