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| (Ho) Was benutzt wird, kann kaputt gehen. Natürlich gilt das auch für Geldscheine. Dann ist guter Rat teuer – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer setzt die zerstörten Noten, die nur noch in Fragmenten vorhanden sind, zusammen und tauscht sie in neue Geldscheine um? Hilfe bietet die Hauptverwaltung Mainz der Deutschen Bundesbank. Sie beherbergt ein bundesweit einzigartiges Analysezentrum, das auf die Untersuchung von beschädigtem Geld spezialisiert ist. Die Fälle muten oft kurios an. Da wird Geld von Tieren gefressen oder in einer Waschmaschine gewaschen. Versteckt in „Omas guter Kommode“ wird Geld dann mit der Auflösung des Haushalts und der Entsorgung dieses Möbels sogar geschreddert. Grundsätzlich ist beschädigtes Geld nicht wertlos, sondern kann unter Zuhilfenahme der Deutschen Bundesbank „recycelt“ werden. Ersetzt werden aber grundsätzlich nur Scheine, von denen mehr als die Hälfte vorliegt. Der Ersatz „nur“ mehrmals durchgerissener Banknoten ist unproblematisch. Schwieriger wird es aber, wenn Geldscheine in einen Reißwolf gewandert sind. Auch dann wird versucht, die aufgefundenen Fragmente wieder zu Geldscheinen zusammen zu setzen. Das geht im Prinzip auch mit verbranntem Geld. Vor allem bei Wohnungsbränden geht Geld in Flammen auf, aber auch zur Weihnachtszeit, wenn Banknoten zu nah am Adventskranz liegen. Keinen Ersatz gibt es aber, wenn das Geld mutwillig zerstört wird. Davon geht die Deutsche Bundesbank zum Beispiel aus, wenn Geldscheine eingeschweißt (laminiert) werden, um sie zu Schmuck- oder Bastelzwecken zu verwenden. Die erhitzte Laminatfolie verbindet sich dann untrennbar mit der Banknote. Sie kann nicht mehr herausgelöst werden. © Dr. Hans Reinold Horst
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