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Auch im liberalisierten Strommarkt gibt es kaum Wettbewerb. Der Großteil des Marktes ist aufgeteilt zwischen den vier großen Energieversorgern E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Für die rund 800 anderen Stromanbieter gibt es so gut wie keinen Platz. Dafür ist maßgebend: Wären es 50 %, so würden die Preise fallen, wie Verbraucherschützer prognostizieren. Sie kritisieren, dass die Strompreise in Deutschland um 20 bis 30 % überhöht sind. Preissenkungen wie von Vattenfall von derzeit 7 % sind nach Meinung der Verbraucherschützer erheblich zu gering. In der Kalkulation steckt erheblich mehr Luft. Sie mahnen an, dass die Kunden wechseln sollten, auch wenn sie nur wenige Euro sparen. Dies erhöht den Druck, denn dadurch entsteht zwischen den Anbietern mehr Wettbewerb. Dies wiederum lässt die Preise sinken. Schließlich funktioniert der Wettbewerb auf dem Telefonmarkt auch. Früher war das Wechseln des Stromanbieters kompliziert und kostete Gebühren. Heute ist es relativ einfach und kostenfrei. So gibt es z. B. im Internet Tarifrechner, die aktuell den günstigsten Tarif berechnen. Dazu gibt man den geschätzten Jahresstromverbrauch ein und fügt seine Postleitzahl hinzu. Häufig lassen sich die Unterlagen per Mausklick bestellen; bei einigen genügt ein Anruf. Der neue Stromanbieter schickt einen Vertrag zu und kündigt den alten. Auch die Verbraucherzentralen bieten Vergleichsrechnungen an. Vorsicht ist aber bei Vorkasse geboten. Die Verbraucherschützer warnen vor Stromanbietern, die Vorkasse verlangen. Denn wenn dieses Unternehmen insolvent wird, so ist auch das Geld für die Stromkunden weg. © Dr. Hans Reinold Horst
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