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REITS steht für Real Estate Investment Trusts. Es handelt sich um eine Mischform aus Immobilienfonds und börsenorientierten Immobilienaktiengesellschaften. Die Bundesregierung plant, dieses Gebilde gesetzlich zu verankern. Als möglicher Starttermin wird Januar 2007 diskutiert. Die Initiative baut auf langjährigen Erfahrungen in USA, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Japan und Frankreich auf. Aufgabe der REITS sind Erwerb, Errichtung, Vermietung und Verpachtung, Veräußerung von direkt oder indirekt gehaltenen Immobilien und das aktive Management des eigenen Immobilienbestandes. Die Gewinne werden zu 90 Prozent an die Anleger ausgeschüttet. Die Unternehmen sind bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit, die Steuern fallen beim Anleger als Einkommensteuer an. Nicht privilegierte Nebentätigkeiten unterliegen dem Halbeinkünfteverfahren. Ziele der neuen Anlageform sind:
Haus & Grund weist auf weitere Risiken hin:Die Investition in REITS ist vor allem für ausländische Investoren
von Interesse. Zur Zeit reduzieren deutsche Anleger zwar die Anlage in
Aktien. Denkbar ist aber, dass nach der Einführung das Interesse
privater Anleger an Direktinvestitionen in private Immobilien sinkt. Denn
vor allem neue Haushaltstypen (besonders kleine Haushalte) mit flexiblem,
unabhängigem Lebensstil könnten der Immobilienanlage gegenüber
der eigenen Immobilie den Vorzug geben: Sie ermöglicht dem Anleger
Risikominderung, Flexibilität und Mobilität einerseits und eine
Investition in professionell gemanagte Immobilien andererseits. Auch die
mieterfreundliche Gesetzgebung ist dem privaten Wohneigentum nicht zuträglich. Was das Engagement in bereits bestehende ausländische Reit-Investments
angeht, so warnen Analysten ebenfalls davor, dass die Gewinnerwartungen
dieser Anlageform nicht erfüllt werden können.
Als Grund wird angegeben, dass die erzielten Mieterträge dieser Immobilieninvestments
die Fremdkapitalkosten institutioneller Investoren nicht mehr decken können.
Generell ist seit längerer Zeit eine Anlegerflucht aus Immobilienfonds
festzustellen. Allein im Januar 2006 holten die Anleger 4,3 Milliarden
Euro aus dieser Vermögensanlage zurück. © Rechtsanwalt Dr. Hans Reinold Horst
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