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Hauskauf und Bauen werden in Deutschland teurer

Allmählich neigen sich die günstigen Zeiten für angehende Hauseigentümer dem Ende zu. Dies bereichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Bis zum Jahr 2005 war Deutschland ein Paradies für private Bauherren – stabile Preise, billige Kredite und Finanzierungsanteile durch staatliche Förderungen. Im anbrechenden Jahr 2006 wendet sich das Blatt. So verteuert die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Kredite. Die Eigenheimzulage ist entfallen. Gleichzeitig dürften einige Faktoren die Immobilienpreise hochtreiben. So wird erwartet, dass die von der Regierung in Aussicht gestellte Zulassung von Real Estate Investment Trusts (REITS) die Nachfrage ausländischer Investoren nach Objekten in Deutschland ankurbelt. Das private Immobilienverkäufe nicht mehr steuerfrei sein sollen, dürfte sich ebenfalls preissteigernd auswirken.

Während andere Länder einen wahren Immobilienboom erlebten, blieb die Nachfrage in Deutschland aber trotz der günstigen Rahmenbedingungen mäßig. Als Ursachenfaktor macht das IW die anhaltende Krise am Arbeitsmarkt aus, die bei vielen Menschen für Angst um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes sorgte. Auch der demografische Wandel bremste die Nachfrage nach Wohnraum.

© Haus & Grund Niedersachsen
Februar 2006

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