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Immobilienwirtschaft fordert verlässliche Rahmenbedingungen –
Spitzenverbände formulieren ihre Vorschläge für die neue Bundesregierung

Mit einer Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen haben die Spitzenverbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft einen gemeinsamen Katalog von Vorschlägen für eine neue Bundesregierung formuliert. Haus & Grund Deutschland – Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer, der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) sowie der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sehen zusammen mit drei weiteren Partnerverbänden bei insgesamt sieben Themenbereichen Handlungsbedarf in der neuen Legislaturperiode, um auch zukünftig ein qualitativ hochwertiges und quantitativ ausreichendes Wohnungsangebot in Deutschland zu gewährleisten.

Rüdiger Dorn, Präsident von Haus & Grund Deutschland, unterstrich die Forderung der Spitzenverbände nach einer 1 zu 1-Umsetzung der EU-Richtlinie in ein Antidiskriminierungsgesetz. Insbesondere die gezielte Auswahl von Mitbewerbern zur Sicherung sozial stabiler Nachbarschaften und gemischter Belegungsstrukturen müsse vom Generalverdacht einer Diskriminierung ausgenommen werden.

Der Präsident des BFW, Walter Rasch, appellierte an die künftige Bundesregierung, die Bereiche Bau- und Wohnungswesen sowie Stadtentwicklung künftig funktional und personell angemessen zu berücksichtigen. Die Bundestagsfraktionen sollten außerdem jeweils einen wohnungspolitischen Sprecher benennen.

GdW-Präsident Lutz Freitag bezeichnete die Stadtentwicklungspolitik als „zentrale Herausforderung“ und forderte, die Programme Soziale Stadt, Stadtumbau Ost und West fortzuführen und weiterzuentwickeln. Die Wohneigentumsförderung müsse als Faktor der Stadtentwicklung im vorhandenen Siedlungsgebiet konzentriert werden.

Die Verbände sprechen sich weiter für eine aufkommensneutrale Reform der Grundsteuer aus. „Die Bemessungsgrundlage darf keine höhere Belastung für die selbstnutzenden Immobilieneigentümer, Vermieter und Mieter zur Folge haben“, unterstrich Walter Rasch.

„Ein Ziel künftiger Politik muss der Abbau von Regulierungen und Bürokratie sein, um das wohnungswirtschaftliche Handeln von unnötigen Hemmnissen und das Wohnungsangebot von überzogenen staatlichen Restriktionen zu befreien“, betonte Rüdiger Dorn bei der Forderung nach einer Deregulierung des Wohnungsmarktes.

Beim Thema Altersvorsorge müsse die Politik die bedeutende Rolle der Wohnimmobilie endlich anerkennen: „Die selbstgenutzte und vermietete Wohnimmobilie sowie das genossenschaftliche Wohnen müssen gleichberechtigt in die staatlich geförderte Altersvorsorge einbezogen werden“, forderte GdW-Präsident Lutz Freitag.

„Bei der Energiepolitik müssen alle Maßnahmen ökologisch sinnvoll und ökonomisch machbar sein“, so der Tenor der Forderungen. Beim einzuführenden Energieausweis mahnten die Verbände eine pragmatische und praxisgerechte Lösung an. Angesichts der steigenden Energiepreise verlangte die Immobilienwirtschaft die Schaffung eines funktionsfähigen Wettbewerbs der verschiedenen Energieträger.

Die Positionen der drei Verbände, die die komplette Anbieterseite auf dem deutschen Wohnungs- und Immobilienmarkt repräsentieren, werden vom Bundesfachverband Wohnungs- und Immobilienverwalter e.V., dem Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V. (DDIV) und dem Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V. (vdp) unterstützt.

28. Oktober 2005

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