Sie befinden sich hier: > Landesverbandstag 2005 > Haus & Grund fordert Mietensicherungsgesetz
|
|
Anlässlich seiner Jahrestagung in Langenhagen am 23. April 2005 weist der Landesverband Haus & Grund Niedersachsen auf die dramatisch ansteigenden finanziellen Verluste bei Vermietungen hin. Infolge der wirtschaftlich immer schwieriger werdenden Situation können immer mehr Menschen ihre Miete nicht mehr zahlen. Ihnen droht deshalb der Verlust der Wohnung. Die betroffenen Vermieter können ihren Schuldendienst gegenüber den Banken nicht mehr nachkommen oder die Altersvorsorge, um deren Willen sie gebaut haben, gerät ins Wanken. Die Konsequenzen reichen bis zum eigenen Verlust der Immobilie. Landesweit sind die Zwangsversteigerungen überschuldeter Häuser ebenfalls stark angestiegen. Haus & Grund Niedersachsen fordert rasche Hilfe für Vermieter. Dazu Verbandsvorsitzender Dr. Hans Reinold Horst: Verbandschef Dr. Horst sieht sich zu dieser Forderung berechtigt: Der Staat ist auf einen funktionierenden Wohnungsmarkt angewiesen. Haus & Grund Landeschef Dr. Horst: Droht der Verlust der eigenen Immobilie, so Dr. Horst weiter, ist ihre Funktion als Altersvorsorge ebenfalls aufgehoben. Noch auf der letzten Jahrestagung im Wolfsburg im Jahre 2004 betonte Ministerpräsident Christian Wulff in seinem Festvortrag, Wohneigentum sei eine kluge Form der Altersvorsorge. Dazu Verbandschef Dr. Horst: Davon kann aber schon lange keine Rede mehr sein. Schon im Jahre 2002 zeigten sich im Mietforderungsbereich alarmierende Außenstände von nahezu 2 Mrd. Euro, die aus der gesamten Bundesrepublik gemeldet wurden. Davon entfallen 1,1 Mrd. Euro auf den Bereich des organisierten privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentums. Der Bereich der Wohnungsunternehmen schlug mit 796 Mio. Euro zu Buche. Die Dunkelziffer durch Leerstände oder durch nicht organisierte betroffene Vermieter sei dabei, so Haus & Grund Verbandsvorsitzender Dr. Horst, noch gar nicht berücksichtigt. Rechnet man diesen Forderungsausfall – so Dr. Horst – mit einem kurzfristigen Kreditzins von ca. 13% hoch, den die Vermieter zur einstweiligen Finanzierung ihrer Immobilienbewirtschaftung wegen der ausfallenden Mieten aufzubringen hätten, so ergibt sich ein gesamtvolkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von 247 Mio. Euro. „Das verträgt ein privater Vermieterhaushalt nicht mehr“, so Dr. Horst. Deswegen und wegen der exorbitant langen Verfahrensdauer von Räumungs- und Zahlungsklagen bis hin zur Zwangsvollstreckung müssen die sich aufhäufenden Mieten besser gesichert werden. Landesverbandsvorsitzender Dr. Horst: © Haus & Grund Niedersachsen |