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Hohe Energiepreise belasten das Wohnen
Böse Überraschungen bei nächster Heizkostenabrechnung

Der hohe Ölpreis treibt die Betriebskosten fürs Wohnen nach oben. Teure Nachzahlungen sind Anfang nächsten Jahres wahrscheinlich, auch wenn jetzt noch sommerliche Temperaturen herrschen.

Seit mehr als einem Jahr verteuern sich die Heizölpreise kontinuierlich.
Am Jahresanfang haben 100 Liter Heizöl noch 34 Euro gekostet, jetzt sind es 45 Euro.

Das Kapitel Betriebskosten ist seit Jahren unerfreulich, weil auch die kommunalen Gebühren drastisch gestiegen sind. Mieter und Selbstnutzer sind gleich betroffen. Initiativen bei Politikern laufen regelmäßig ins Leere.

Die steigenden Benzin- und Ölpreise sind nach Überzeugung des Präsidenten des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, auf fehlenden Wettbewerb unter den Mineralölkonzernen zurückzuführen. Er plädiert für eine schlagkräftige europäische Behörde, um das Kartell zu brechen. „Fünf bis zehn Cent weniger pro Liter Benzin sind möglich", sagte er der Berliner Zeitung.


Unterdessen müssen die Verbraucher auch mit weiter steigenden Strompreisen rechnen.

Der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE hat eine Neukalkulierung der Privattarife für das Jahr 2005 angekündigt. Versorger müssen Strompreiserhöhungen in den Wirtschaftsministerien der Bundesländer beantragen. Bereits Anfang dieses Jahres hat der Essener Konzern die Stromkosten für Haushaltskunden um durchschnittlich drei Prozent erhöht.

Verbraucherschützer kritisieren dieses Vorgehen als Abzocke. „Aus unserer Sicht sind die Strompreise in Deutschland um mindestens zwölf Milliarden Euro pro Jahr überhöht,“ sagte Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher dem Tagesspiegel.

RWE-Chef Harry Roels: „Ich verstehe, dass Verbände und Verbraucher mit der Strompreisentwicklung unzufrieden sind.“ Die Kritik gehe aber an die falsche Adresse. Denn die ursprünglich für die Verbraucher gedachten Liberalisierungsgewinne würden mittlerweile komplett vom Staat abgeschöpft. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die Anhebung der Stromsteuer und die Förderung erneuerbarer Energien sowie der Stromerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung.

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